Pflaumenbaum: Standort, Anspruch & Besonderheiten

Pflaumenbaum

Aus reifen Pflaumen lässt sich nicht nur ein leckerer Pflaumenkuchen backen. Die reifen Früchte können auch eingeweckt, zu leckerer Pflaumenmarmelade verarbeitet und als frisches oder getrocknetes Obst verzehrt werden. Planen Sie, einen Pflaumenbaum anzupflanzen, folgen hier für Sie unsere Tipps zur Standortwahl und zur Pflege des Obstbaumes.

Standort Pflaumenbaum & benötigte Bodeneigenschaften

Obstbäume wie die Pflaume (Prunus domestica) bevorzugen einen sonnigen und geschützten Standort, der dem Obstgehölz reichlich Wärme bietet. Die Ansprüche an den Boden hängen mitunter von der Sorte ab. Generell bevorzugen Pflaumenbäume jedoch einen humorösen Boden, der nährstoffreich ist und gleichmäßig feucht.

Welche Pflege braucht ein Pflaumenbaum?

Pflaumenbäume sind anspruchslos und gedeihen prächtig, wenn bei der Standortwahl die wichtigen Kriterien berücksichtigt wurden. Damit der Obstbaum optimal mit Nährstoffen versorgt wird, sollte zweimal jährlich (Sommer und Herbst) großzügig Humus um den Stamm verteilt werden. In den ersten vier Jahren wird der Pflaumenbaum geschnitten, um eine schöne Krone auszubilden. In den Folgejahren wird älteres Holz entfernt, welches im Vorjahr Früchte trug. Denn insbesondere junge Zweige bringen die besten Erträge bei der Pflaumenernte hervor.

Welche Pflaumensorte für den Garten?

In der Vergangenheit wurden kaum attraktive Neuzüchtungen hervorgebracht. Allerdings haben Pflanzenzüchter in den letzten 30 Jahren zahlreiche neue Kreuzungen entwickelt, die eine bessere Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten aufweisen, als noch alte Pflaumensorten. Daher ist es sinnvoll, eine der neuen Zuchtsorten auszuwählen, die zudem auch ertragreicher sind.

Bei Auswahl der Sorte spielen zudem auch Geschmack der Pflaume, Verwendbarkeit, Erntezeit sowie Früchteertrag und Krankheitsresistenz eine wichtige Rolle. Pflaumen, die je nach Region auch Zwetschen oder Zwetschgen genannt werden, sind nicht lagerfähig. Reife Früchte sollten also schnellstmöglich verarbeitet werden. Wünschen Sie sich eine besonders ertragreiche Ernte und eine lange Pflaumensaison, pflanzen Sie idealerweise zwei oder drei Pflaumenbäume mit jeweils unterschiedlichem Erntezeitpunkt im Garten an. So erstreckt sich die Ernte von Juni bis Oktober.

Frühe Pflaumensorten:

  • Juna
  • Katinka
  • Ruth Gerstetter
  • Bühler Frühzwetsche

Mittelfrühe Pflaumensorten:

  • Aprimira
  • Hanita
  • Cacaks Schöne

Späte Pflaumensorten:

  • Presenta
  • Tophit Plus
  • Hauszwetsche Schüfer

Da nicht alle Pflaumen selbstfruchtend sind, sollte dies bereits beim Kauf berücksichtigt werden. Bevorzugen Sie möglichst eine selbstfruchtende Pflaumenart.

Pflaumenbaum anfällig für Scharka-Virus

Es bietet sich an, eine Pflaumensorte auszuwählen, die Resistenz gegen die Scharkakrankheit aufweist. Dabei handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Blattläuse übertragen wird und häufig zum kompletten Ernteausfall führt. Das Ansiedeln von natürlichen Fressfeinden kann dabei helfen, Blattläuse abzuwehren. Allerdings lässt sich die Erkrankung mit dem Scharka-Virus nicht zuverlässlich vermeiden. Braune und verhärtete Stellen auf der Schale und im Fruchtfleisch sind eindeutige Hinweise auf die Viruserkrankung, gegen die lediglich mit chemischen Mitteln vorgegangen werden kann.