Kräuterspirale als Blickfang im Garten

Frische Kräuter aus dem Garten sind absolut schmackhaft und dürfen nicht fehlen, wenn Sie abwechslungsreich in der Küche kochen und sich gesund ernähren möchten. Im Winter können Sie Küchenkräuter auf der Fensterbank kultivieren; doch weitaus praktischer ist die Kräuterspirale im Garten, die im Sommer nicht nur eine üppige Kräuterernte erlaubt, sondern auch ganz toll ausschaut, wenn sie originell aufgebaut wird. Doch die Kräuterspirale im Garten ist nicht nur wegen ihres tollen Aussehens eine hervorragende Gestaltungsmöglichkeit für ein Kräuterbeet, sondern die Kräuterschnecke ist auch deshalb sinnvoll, weil sie einige wichtige Vorteile beim Anpflanzen von Kräutern mit sich bringt.

Welche Vorteile bringt die Kräuterspirale?

Besonders originelle Kräuterspiralen werten den Garten durch das charakteristische Äußere auf und erlauben es zudem, auf kleinstem Raum mehrere Kräuterarten mit unterschiedlichen Ansprüchen anzubauen. Die Bauform stellt den aromatischen Küchenkräutern unterschiedliche Zonen zur Verfügung, so dass jedes Kraut beste Bedingungen vorfindet, wenn Sie das spiralförmige Kräuterbeet richtig bepflanzen. Außerdem kommen Sie bei der speziellen spiralförmigen Bauform beim Gärtnern von allen Seiten bequem an alle Pflanzbereiche und können sich problemlos um die Kräuterpflege kümmern. Vor dem Errichten der Kräuterspirale können Sie unter dem praktischen Kräuterbeet ein Vlies einbringen, um Schädlinge von unten fernzuhalten. In der Kräuterspirale selbst haben Sie darüber hinaus weitaus weniger Schnecken, als im herkömmlichen Kräuterbeet, weil die Natursteine zumindest teilweise die gefräßigen Schnecken abhalten.

Wie wird eine Kräuterspirale richtig bepflanzt?

Klassisch wird das besondere Kräuterbeet aus Natursteinen aufgebaut, die spiralförmig nach oben Erde auftürmen, welche später mit verschiedenen Küchenkräutern bepflanzt wird. Im unteren Bereich wird überwiegend Mutterboden aufgefüllt, während nach oben hin immer mehr Sand in die Erde beigemengt wird, um möglichst durchlässiges Substrat zu erhalten. In mittlerer Zone erhalten Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Oregano, Majoran, Koriander, Kümmel sowie Estragon optimale Bedingungen, während im oberen Teil der Kräuterspirale Salbei und Thymian sehr gut gedeihen. Beim Arrangieren der Bepflanzung sollten Sie auch die vorherrschenden Lichtverhältnisse und Bedürfnisse der ausgewählten Kräuter beachten.

Optimale Klimazonen der Kräuterschnecke

Die Außenwände der Kräuterschnecke sind aus Natursteinen, welche die Wärme der Sonnenstrahlen auffangen und nach innen an die Erde abgeben. Auf diese Weise finden eingepflanzte Kräuter ein besonderes und wachstumsförderndes Klima vor. Zudem wird eine ordentliche Kräuterschnecke mit einem kleinen, nach Süden geneigten Wasserteich versehen, der im unteren Bereich bestimmten Pflanzen ein feuchtes Klima beschert. Brunnenkresse, Wasserminze oder Bachbunge gedeihen in dieser Nasszone prächtig. Der nächste Abschnitt ist die Feuchtzone, welche optimale Klimabedingungen für Petersilie, Schnittlauch sowie Kerbel und zahlreiche weitere Kräutersorten schafft. Etwas weiter oben ist die Normalzone, die Kräuter wie Zitronenmelisse bestens versorgt. Im oberen Teil, in dem vor allem maritime Mittelmeerkräuter gedeihen, bildet in die Erde gemischter Bauschutt sowie ein hoher Sandanteil eine gute Drainage, um möglichst trockenen und kargen Boden zu liefern. Insgesamt sollte die Kräuterschnecke etwa 1 Meter hoch sein und sich auf einer Gesamtfläche von etwa 3 Quadratmetern ausdehnen können. Es bietet sich ein Standort in der Nähe der Küche an und auch bei Regen sollte die Kräuterschnecke komfortabel erreicht werden können, ohne durch die rutschige Wiese oder durch Schlamm laufen zu müssen, wenn Sie Ihre frischen Gartenkräuter ernten möchten.