Fieberklee – das ist die Blume des Jahres 2020

Fieberklee

Die Loki Schmidt Stiftung hat die Blume des Jahres 2020 gewählt und damit den Fieberklee zur Jahresblume gekürt. Im Jahr 1980 hat die Stiftung die Aktion “Blume des Jahres” ins Leben gerufen und verfolgt seither das Ziel, die Menschen für die Erhaltung seltener Pflanzen, mehr Naturschutz und Flächenschutz zu begeistern. Um dieses tolle Projekt zu unterstützen, stellen wir Ihnen sehr gerne den Fieberklee näher vor, der wegen der enthaltenen Bitterstoffe auch als Bitterklee bezeichnet wird.

Fieberklee – natürliches Vorkommen der Blume des Jahres

Menyanthes trifoliata, so der botanische Name des Fieberklees, hat seine natürliche Verbreitung auf der nördlichen Halbkugel. Die monotypische Sumpf- und Wasserpflanze gehört der Familie der Fieberkleegewächse an. Sie gedeiht in Europa, Asien und Nordamerika, wo sie sowohl im Flachland, wie auch in subalpinen Höhenstufen anzutreffen ist. Fieberklee bevorzugt feucht-nasse und helle Standorte, die der Pflanze einen nährstoffarmen und sauren Habitat bieten. Bitterklee wächst hauptsächlich in Übergangsmooren.

Zu den typischen Standorten der Blume des Jahres 2020 zählen Feuchtgebiete wie Quellsümpfe, Sumpfwälder, Zwischenmoore sowie Randgebiete von Hochmooren. Zahlreiche Feuchtgebiete, in denen Fieberklee natürlich vorkommt, wurden trockengelegt, sodass Menyanthes trifoliata in Deutschland zu den gefährdeten Pflanzenarten gehört. Die Sumpfpflanze steht daher unter Artenschutz. Neben dem natürlichen Vorkommen erfreut der Fieberklee sich auch großer Beliebtheit als Teichpflanze, die sich im Flachwasser und an Uferrandzonen sehr wohl fühlt. Der köstliche Nektar stellt eine gern angenommene Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln dar.

Woher hat der Fieberklee seinen Namen?

Der Trivialname Fieberklee geht auf sein kleeartiges Aussehen sowie die Annahme zurück, dass die teilweise schwach giftigen Pflanzenteile fiebersenkend seien, wenngleich neuere wissenschaftliche Erkenntnisse eine fiebersenkende Wirkung nicht bestätigen. Früher galt das Bitterkalt als Heilpflanze, die im Homöopathischen Arzneibuch Erwähnung findet. Die bitter schmeckende Droge regt den Speichelfluss an und fördert die Bildung von Magensaft. Fieberkleeblätter werden beispielsweise zur Herstellung von Teemischungen oder zum Ansetzen von Kräuterlikören verwendet.

Pflanzenbeschreibung des Fieberklees

Als ausdauernd und krautig wachsende Pflanze erreicht Fieberklee eine Wuchshöhe von bis zu 30 cm. Das Fieberkleegewächs ist jedoch keine Staudenpflanze. Die Pflanze bildet meist flach verankerte, fingerdicke Rhizome aus, an deren Knoten sich etwa 19 cm lange und circa 6 cm breite Laubblätter bilden, die als dreizählig gefiederte Blattspreite gegliedert sind. Kennzeichnend sind die fast sitzenden Blättchen, welche ganzrandig und elliptisch geformt sind. Hohle Stängel und Blattstiele verleihen der Sumpfblume Auftrieb und verhindern, dass die Blume des Jahres 2020 im Wasser versinkt.

Während der Blütezeit von Ende April / Anfang Mai bis Juni trägt das Fieberkleekraut traubenförmigen Blütenschmuck mit fünf weißen Blüten, die hin und wieder auch eine Rosafärbung aufweisen. Zierend und charakteristisch sind die gefransten Härchen auf den lanzettförmigen Kronblättern, die eine Länge von ca. 2 cm erreichen. Nach der Blühphase bilden sich aus der zwittrigen Blüte zweiteilige Kapselfrüchte, die mehrere bräunliche Samen enthalten, welche durch Selbstaussaat neue Pflanzen hervorbringen. Die kugeligen Samen werden vornehmlich schwimmend auf der Wasseroberfläche verbreitet.

Fieberklee als dekorative Gartenpflanze

Suchen Sie ein pflegeleichtes und zierendes Gewächs, um einen dauerhaft feuchten Standort oder den Teichrand dekorativ zu begrünen, eignet sich die Sumpfpflanze Menyanthes trifoliata dafür bestens. Insofern Sie in Ihrem Garten keine geeignete Feuchtzone haben, ist es möglich, den Bitterklee in einen Tontopf anzupflanzen, wenn Sie dauerhaft feuchten Boden gewährleisten können.

Allerdings ist es verboten, die Blume des Jahres 2020 aus der Natur zu entnehmen, da sie auf der Roten Liste steht. Eine Aufzucht mit Samen gestaltet sich als recht schwierig und gelingt nur, wenn Fieberklee Samen nicht austrocknen. Daher bieten wir den Bitterklee als vorkultivierte Jungpflanze oder nach der Blütezeit als Rückschnitt an. Die Blume des Jahres 2020 nimmt einen sonnigen bis halbschattigen Standort in der Flachwasserzone des Teichs dankbar an, der einen humosen, sauren und dauerfeuchten Boden zu bieten hat.

Der pH-Wert sollte weniger als 5 betragen. Staunässe oder das Anpflanzen im Wasser stellt kein Problem dar, denn dieses Gewächs benötigt ohnehin zumindest dauerfeuchten schlammigen oder torfhaltigen Boden. Bitterklee sollte ab dem späten Frühling und über den gesamten Sommer hinweg mit wenig Dünger versorgt werden.

Für eine gute Versorgung kann ein Langzeitdünger verabreicht werden, der die Nährstoffe allmählich freigibt. Darüber hinaus erweist sich Fieberklee als dankbare, unkomplizierte Teichpflanze, die kaum Pflegeansprüche stellt. Zum Herbst sterben die oberen Pflanzenteile ab. Im folgenden Frühjahr treibt das Rhizom ohne weiteres Zutun erneut aus und schon bald zeigen sich die neuen Blätter über der Wasseroberfläche. Fieberklee - das ist die Blume des Jahres 2020