Die winterharte Korkenzieherhasel

Korkenzieherhasel

Ihr wissenschaftlicher Name lautet Corylus avellana Contorta, doch der deutsche Name ist viel einfacher: Korkenzieherhaselnuss – oder kurz Korkenzieherhasel. Es handelt sich dabei um eine winterharte Pflanze der Birkengewächse, die eine Wuchshöhe von ca. 2 Meter erreicht. Korkenzieherhaselnuss ist in vielen Gärten um ihrer Äste willen begehrt. Wie der Name es bereits verrät: Die Äste der Korkenzieherpflanze sind in sich verdreht, so dass die Korkenzieherhasel als Zierstrauch sehr gerne im Garten gesehen ist.

Hasel: Unkompliziert und winterhart

Corylus avellana Contorta sind anspruchslose Pflanzen, die sehr gut mit normalem Gartenboden zurecht kommen und an den Standort kaum Ansprüche hegen. Die Hasel fühlt sich in der Sonne ebenso wohl, wie an einem schattigen Stellplatz und selbst im Winter trotzt der Zierstrauch Kälte und Schnee. Sogar Temperaturen von bis zu -28°C machen der Korkenzieherhaselnuss nichts aus.

Beschreibung Korkenzieherhasel

Als vielstämmiger und aufrecht wachsender Strauch bildet die Hasel am Stamm Schösslinge aus, die innerhalb kürzester Zeit eine beachtliche Länge erreichen und sich bereits ab dem zweiten Jahr üppig verzweigen. Die Pflanze wächst als Flachwurzel unterirdisch nicht in die Tiefe, bildet dafür aber ca. vier Meter lange Seitenwurzeln aus.

Gedrehte Zweige werden gerne genutzt

Kennzeichnend für die Haselnuss sind die verdrehten Zweige, die ein schönes Bild abgeben. Die Äste werden oft in der Floristik, aber auch im privaten Haushalt als Zierde eingesetzt. In einer großen Vase arrangiert oder an Faden bzw. Kette unter der Zimmerdecke aufgehängt, ist der Korkenzieherast immer ein Blickfang. Korkenzieherzweige werden an Ostern bunt geschmückt.

Kätzchen und Blüten

Doch nicht nur die Korkenzieher Zweige sind eine Augenweide, sondern auch die männlichen Blütenkätzchen, die auffällig vom Geäst herabhängen. Haselnusssträucher verfügen über weibliche wie auch jene Blütenkätzchen, die männlichen Blütenstände. Lediglich die männlichen Blütenstände ziehen mit ihrem Duft Bienen an; doch für die Bestäubung des Haselnussbaums sorgt alleine der Wind.

Männliche und weibliche Blüten

Haselnusssträucher bilden zwei unterschiedliche Blütenarten aus: Männliche und weibliche Blüten. Die weibliche Blütennarbe zeigt sich durch eine rote Färbung, die im Garten für kleine, aber auffällige Farbtupfer sorgt. Die männlichen Blütenstände entwickeln sich im Herbst und bilden schon früh, nämlich in den Monaten Februar und März, die Blüte aus. Hasel-Triebe entwickeln längliche und gelb gefärbte Blütenkätzchen. Im Herbst färbt sich das Laub rot und so sorgt die Korkenzieherhasel immer für ein leuchtendes Herbstspektakel im Garten.

Nutzung der Korkenzieherhasel

Das Holz selbst spielt in der holzverarbeitenden Industrie nur eine untergeordnete Rolle, doch wie bereits erwähnt gestalten Floristen damit wunderschöne Gebinde und Gestecke und im privaten Bereich sind es insbesondere die Haselnusszweige, die an Ostern mit bunten Eiern geschmückt werden, um den Frühling zu begrüßen.

Die Hasel im eigenen Garten ist zwar pflegeleicht und winterhart, doch bis die ersten Nüsse am Baum entstehen, braucht der Gärtner Geduld. Es dauert wenigstens 10 Jahre, bis Sie sich über die erste Haselnussernte erfreuen können. Doch trägt die Korkenzieherhasel erstmals ihre Früchte aus und die Haselnüsse reifen heran, können sie roh gegessen, als gehackte Nüsse in Müsli gegeben oder zum Kuchenbacken verwendet werden.