Buchenhecke pflanzen – Vor- und Nachteile der Buche

Laubhecke vor dem Schnitt

Bei der Planung einer Hecke kommt für viele die Buche als beliebte Heckenpflanze in die engere Auswahl. Buchen sind hübsch anzusehen und gelten als pflegeleichte Gewächse. Allerdings sollten Sie sich mit den Stärken, Schwächen und Ansprüchen dieser Pflanzenart beschäftigen, wenn Sie eine Buchenhecke pflanzen möchten.

Buchenartige: Unterschiede zwischen Hain- und Rotbuche

Ist von einer Buchenhecke die Rede, kommen insbesondere zwei Pflanzenarten in Betracht: Rotbuche und Hainbuche. Während es sich bei der Rotbuche (Fagus sylvatica) tatsächlich um ein Buchengewächs (Fagaceae) handelt, gehört die Hainbuche (Carpinus betulus) der Familie der Birkengewächse (Betulaceae) an. Aufgrund der unterschiedlichen Standortansprüche sollten die beiden Buchenartigen nicht zusammen in einem Heckenarrangement gepflanzt werden.

Ansprüche der Rotbuche an den Pflanzstandort

Die Rotbuche wächst als Flachwurzler heran und bevorzugt es, wenn der Stamm einen schattigen Standort genießen darf. Das Buchengewächs nimmt einen gut vorbereiteten Boden dankbar an. Idealerweise wird die Pflanzstelle bereits ein halbes Jahr vor der Anpflanzung der Rotbuche aufgelockert, mit Kalk und Nährstoffen angereichert. Zudem kann etwas Lehm unter das Substrat gemischt werden. Indes verträgt die Rotbuche keinen tonhaltigen Boden und ebenfalls keine Staunässe. Das leicht gewellte Laub der Rotbuche färbt sich im Herbst orange.

Ansprüche der Hainbuche an den Standort

Hainbuchen haben etwas geringere Standortansprüche. Ein normaler nährstoffreicher Gartenboden genügt vollkommen. Dieser darf sowohl neutral, kalkhaltig oder sauer sein. Auch in feuchtem Substrat gedeiht die tiefwurzelnde Hainbuche problemlos. Ebenso wie die Rotbuche bevorzugt Carpinus betulus einen gut aufgelockerten Boden. Viele Hobbygärtner, die eine Buchenhecke pflanzen, geben bei der Pflanzenauswahl der Hainbuche den Vortritt, da sie etwas unkomplizierter ist und sogar mit nicht ganz optimalen Standorteigenschaften gut zurecht kommt. Im Herbst nehmen die Blätter mit doppelt gesägtem Rand und geriffelter Blattoberfläche eine schöne Gelbfärbung an.

Vorteile und Nachteile: Eignen sich Buchen als Heckenpflanzen?

Hainbuche und Rotbuche gelten als robust und pflegeleicht. Prinzipiell bringen die beiden buchenartigen Gewächse (Fagales) tolle Eigenschaften für eine Heckenpflanzung mit. Diese wichtigen Punkte sind jedoch vor dem Anpflanzen zu beachten.

Nachteil der Buchenhecke: Bedingter Sichtschutz im Winter

Die Grundstücksumrandung mit einer Hecke ist oftmals dem Wunsch geschuldet, Sichtschutz zu erzielen und mit der Einfriedung Unbefugte vor dem Betreten des Grundstücks zu hindern. Wenn Sie eine Buchenhecke pflanzen möchten, sollten Sie berücksichtigen, dass es sich um sommergrüne Gewächse handelt, die im Herbst einen Teil des Laubes abwerfen. Obwohl einige Laubblätter auch im Winter an der Heckenpflanze verbleiben, sind Buchenhecken nicht ganzjährig blickdicht.

Vorteile der Heckenpflanzen: Schnelles Wachstum & üppiges Blattwerk

Rot- und Hainbuche zeichnen sich durch schnelles Wachstum aus. Bereits wenige Jahre nach der Anpflanzung wird zumindest im Sommer ein blickdichter Sichtschutz erreicht, der zudem auch Windschutz bietet. Schon nach kurzer Zeit erreicht die Buchenhecke eine gute Höhe, sodass auch ein Überwinden der Hecke für Unbefugte nahezu ausgeschlossen werden kann. Obwohl sich das Blattwerk in der kalten Jahreszeit lichtet, bleibt die Undurchdringbarkeit gewährleistet.

Besonderheiten der Buchenartigen

Schnelles Wachstum bedeutet auch, dass die Pflanzen durch regelmäßige Schnitte eingedämmt werden müssen. Wenigstens einmal im Jahr, besser jedoch zweimal, sollte die Hecke zurückgeschnitten werden. Im Februar sorgt ein Verjüngungsschnitt für einen kräftigen Austrieb. Etwa im Juni ist ein Form- und Pflegeschnitt zu empfehlen.

Buchenhecke pflanzen: So gehen Sie richtig vor

Bereiten Sie im Frühjahr den Boden vor. Im Herbst ist der ideale Zeitpunkt, die Hecke zu pflanzen. Vor dem Einpflanzen sollten die Gehölze die Gelegenheit bekommen, für ein paar Stunden ordentlich Wasser aufzusaugen. Während die Wurzeln in einem Eimer wässern, haben Sie Zeit, eine Richtschnur zu setzen und einen Pflanzgraben mit einer Tiefe von ca. einem halben Meter auszuheben, der etwa doppelt so breit ist, wie der Wurzelballen.

Wässern Sie die Pflanzstelle gründlich und kürzen Sie vor dem Einpflanzen die Wurzeln und langen Triebe ein. Häufen Sie ein wenig Erde an, um darauf den Wurzelballen der Buche zu platzieren. Feine Wurzeln legen Sie bitte vorsichtig auf diese Anhäufung, um Verletzungen zu vermeiden. Anschließend können Sie das Pflanzloch mit Erde auffüllen und leicht andrücken. Nun ist großzügiges Angießen wichtig. Mit dem Aufbringen einer dicken Mulchschicht und einer leichten Windschutzhülle schließen Sie die Heckenpflanzung ab.
Buchenhecke pflanzen