Was hilft gegen Fruchtfliegen

Rote Tomaten

Jeder kennt sie, die kleinen lästigen Fliegen, die mit einem Mal da sind und sich scharenweise über Obst und andere Lebensmittel hermachen. Die Rede ist von Fruchtfliegen. Woher sie kommen und was man gegen die lästigen Schädlinge tun kann, verrät Ihnen dieser Ratgeber.

Was sind Fruchtfliegen?

Der Begriff Fruchtfliege fasst die beiden Fliegen-Familien Drosophilidae und Tephritidae zusammen. Beide Arten gehören der Unterordnung der Brachycera an. Tephritidae, die Bohrfliege, ist ein weiterer Schädling der Fruchtfliegen, der auf den Plantagen im Obstbau massive Schäden bis hin zu einem Ernteausfall von 100 % anrichten kann. Die Familie Drosophilidae ist unter zahlreichen Namen bekannt. Sie wird auch als

  • Essigfliege
  • Fruchtfliege
  • Gärfliege
  • Mistfliege
  • Obstfliege
  • Taufliege

bezeichnet. Obstfliegen werden insbesondere durch überreifes oder faulendes Obst sowie Gemüse angelockt. Auch Obstsaft, Alkohol und Essig wirken je nach Sorte und Zustand sehr verlockend auf die etwa 2 bis 3 Millimeter großen Fliegen, die mit ihren gelblich braun gefärbten Körpern sehr leicht zu erkennen sind. Drosophila melanogaster ist die bekannteste Art der Gattung. Der Schädling Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) ist eng mit dieser verwandt. Es gibt jedoch weltweit knapp 3000 Arten, von denen hierzulande etwa 50 Repräsentanten heimisch sind.

Wie kommen Fruchtfliegen in die Wohnung?

Obstfliegen sind äußerst vermehrungsfreudig. Nach der Befruchtung des Weibchens legt die Taufliege bis zu 400 Eier ab. Die Eiablage erfolgt in gärende Pflanzenstoffe oder andere, als Nahrungsquelle dienende Substanzen. Mikroorganismen, die für die Zersetzung verantwortlich sind (z. B. Hefen, Bakterien), werden von den Maden gefressen. Die Maden entwickeln sich über drei Stadien. Je nach Art und Klima kann die Entwicklung bis hin zur Taufliege sich über einen Zeitraum von 7 bis 60 Tage erstrecken.

Meist werden beim Einkauf bereits einige Fruchtfliegen-Maden oder gar ausgebildete Fliegen mit dem Obst und Gemüse eingeschleppt. Liegen Früchte und Gemüse dann zuhause, können die Maden über Nacht schlüpfen oder durch das bereits gährende Obst Taufliegen von draußen angelockt werden, so dass innerhalb weniger Stunden nach dem Einkauf die Fliegen-Glocke über den Lebensmitteln schwebt und sich munter weitervermehrt. Doch nicht nur Früchte und Gemüsesorten, die selbst bereits am Verderben sind, locken die Fruchtfliegen an. Sogar, wenn im Geschäft von verdorbenen Lebensmitteln Säfte an den Einkäufen haften, kann dies eine Einladung für die Lebensmittelschädlinge sein. Gleiches gilt auch für Mülleimer, in denen Obstschalen oder Gemüseabfälle entsorgt werden. Sie sind ein Paradies für Taufliegen.

So werden Sie die Fruchtfliegen-Plage los

Hauptsächlich in der wärmeren Jahreszeit befallen Obstfliegen Gemüse und Früchte. Leider lässt sich auch in den reinlichsten Haushalten der Befall mit diesem populationsfreudigen Schädling kaum vermeiden, da die Eier beim Einkauf eingeschleppt werden. Dennoch gibt es einige Maßnahmen, die bei einem Befall mit Taufliegen helfen. Hier unsere Tipps für Sie:

  • Achten Sie bereits beim Einkauf darauf, dass Obst und Gemüse möglichst frisch aussehen und keine klebrigen Saftreste daran haften. Dies kommt in Lebensmittelgeschäften oft vor, wenn bereits verdorbenes Obst aus den Steigen entfernt wird. Dann können auch nicht verdorbene Früchte mit Eiern der Fruchtfliege kontaminiert sein.
  • Waschen Sie frisch eingekauftes Obst zuhause gründlich ab, um Obstfliegen-Eier zu entfernen. Lagern Sie Gemüse und Obst möglichst kühl und schützen Sie ungekühlte Produkte mit einem feinmaschigen Obstkorb bzw. Gemüsekorb. Durch das Abdecken verhindern Sie, dass von draußen Fluchtfliegen in die Wohnung kommen, auf den Früchten landen und dort ihre Eier ablegen.
  • Schlagen Sie Obstschalen und Abfälle von Gemüse zumindest in altes Zeitungspapier ein und tragen Sie täglich den Müll nach draußen, denn auch Küchenabfall und Essensreste stellen eine Nahrungsquelle für Fruchtfliegen dar.
  • Entsorgen Sie angefaultes Obst sofort, am besten direkt in die Mülltonne außerhalb des Hauses. Lassen Sie keine offenen Säfte sowie Trinkgläser mit Resten von Fruchtsäften in der Küche stehen.

Zur Fruchtfliegenbekämpfung sind darüber hinaus diverse Fliegenfänger bzw. Fliegenfallen erhältlich. Diese helfen zwar dabei, einen Fruchtfliegenbefall einzudämmen, aber solange Taufliegen eine Nahrungsquelle finden, kommen immer wieder neue Fliegen von draußen herein. Die beste und zugleich auch zuverlässigste Methode, die lästigen Schädlinge in der Küche zu vermeiden ist es daher, ihnen keine Nahrungsquelle zu bieten. Sobald die betroffenen Lebensmittel oder Küchenabfälle aus der Küche entfernt sind, verschwinden die Fruchtfliegen sehr schnell durch das geöffnete Küchenfenster. Eine chemische Abwehr ist daher nicht notwendig.