Schwedenfeuer selber machen

Schwedenfeuer

Ein Highlight im Garten ist das Schwedenfeuer. Es kann im Frühling, Sommer, vor allem aber im Herbst und Winter im Garten entfacht werden, um einfach nur beeindruckend auszusehen oder bei einer Gartenparty für wohlige Wärme zu sorgen. Selbstverständlich dürfen am Schwedenfeuer auch Marshmallows geröstet oder Folienkartoffeln und Würstchen am Stock zubereitet werden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ein Schwedenfeuer selber machen können und was Sie dafür benötigen.

Was ist ein Schwedenfeuer?

Es handelt sich dabei um einen Baumstamm, der nach spezieller Vorbereitung aufrechtstehend entzündet und im Garten als lodernde Fackel verwendet wird. Der präparierte Baumstamm brennt über mehrere Stunden. In dieser Zeit spendet er Wärme und sorgt mit romantischem Knistern für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Garten. Der Baumstamm brennt ohne nachzulegendes Holz von alleine nieder und erlischt, wenn das gesamte Baumholz abgebrannt ist.

Was braucht man, um ein Schwedenfeuer selbst zu machen?

Benötigt wird ein Baumstamm mit einer Länge von 50 bis 100 Zentimeter sowie einem Durchmesser von ungefähr 30 bis 50 Zentimeter. Für die ersten Versuche eignen sich auch kleinere Baumstämme. Das Holz sollte sehr gut getrocknet und rundum entastet sein, damit es gut brennt. Insbesondere trockenes Holz weist geringere Rauchentwicklung auf. Geeignet sind folgende Holzarten:

  • Tanne
  • Kiefer
  • Fichte

Neben diesen Nadelhölzern können auch Laubhölzer wie Ahorn, Eiche und Buche verwendet werden, jedoch entsteht bei diesen Hölzern ein nicht ganz so schönes Flammenbild. Zur Bearbeitung des Baumstammes werden zusätzlich Kettensäge sowie Akku-Bohrmaschine mit dickem Bohrer bzw. Fräs-Bohrer, ein dicker Ast und eine feuerfeste Stellfläche benötigt. Um das Holz zu entzünden sollten Sie außerdem Kerzenwachs, Zeitungspapier und ein Sturmfeuerzeug parat haben.

Wie wird das Schwedenfeuer gemacht?

Bevor die Schwedenfackel oder die Finnenfackel, wie das Schwedenfeuer auch genannt wird, entzündet werden kann, muss der Baumstamm bearbeitet werden, um seine Brenneigenschaften zu optimieren. Gehen Sie in diesen Arbeitsschritten vor:

  1. Zunächst wird der Baumstamm mit der Kettensäge auf die gewünschte Länge gebracht und von seinen Ästen befreit.
  2. Mit einem dicken Bohrer oder dem Fräsbohrer wird unten ein Loch in die Mitte des Stamms gebohrt. In dieses Bohrloch wird ein stabiler Ast eingetrieben, mit dem der Baumstamm in die Feuerstelle gesteckt wird. Der Ast wird dabei feste in den Boden gedrückt und soll das Umkippen des brennenden Stammes verhindern. Auf diese Weise kann ein dünnerer Baumstamm auch auf einen dickeren und schwereren Stamm montiert werden. Der Ast fungiert dann als eine Art Verbindungs-Dübel.
  3. In das obere Ende des Baumstammes werden kreuzweise zwei tiefe Schnitte mit der Kettensäge vorgenommen. Schneiden Sie den Stamm etwa bis in die Hälfte ein.
  4. In die gesägten Schlitze wird nun heißes Kerzenwachs getropft, um das Entzünden des Holzes zu erleichtern.
  5. Breiten Sie jetzt etwas Zeitungspapier aus, schaben Sie mit einem Messer oder einem anderen Werkzeug Wachs von der Kerze ab, um dieses in einer Linie auf die Zeitung zu platzieren. Rollen Sie das Zeitungspapier zu einer schmalen “Wurst” zusammen, damit das mittig platzierte Wachs vom Zeitungspapier ummantelt wird.
  6. Wie eine Zündschnur wird das eingerollte Zeitungspapier nun senkrecht in die Mitte des eingekerbten Holzes geschoben und tief nach unten in die Mitte des Baumstammes gedrückt. Am oberen Ende des Stammes bleibt noch etwas Zeitung überstehen, damit diese als Docht angezündet werden kann.
  7. Mit etwas Wachs wird der Zeitungs-Docht im Baumstamm der Schwedenfackel fixiert.
  8. Rund um den Baumstamm werden jetzt einige Bohrlöcher in das Holz gebohrt. Diese sollten im unteren Bereich der Sägeschnitte angesetzt werden. Die Bohrlöcher sollten so tief in das Holz gebracht werden, bis der Bohrer in die Schnitte reicht. Dadurch entsteht ein Kamin-Effekt, der das bessere Abbrennen des Holzes gewährleistet.

Als Alternative zum Anzünden mit Kerzenwachs und Zeitungspapier können Sie auch herkömmliche Grillanzünder von oben in die Baumstammmitte stecken.

Schwedenfeuer sicher abbrennen

Nachdem der Baumstamm fertig vorbereitet ist, geht es jetzt ans Abbrennen. Errichten Sie in guter Entfernung zu Hecken, Bäumen und Gebäuden eine Feuerstelle.

  • Verteilen Sie kreisrund eine dicke Schicht Sand auf dem Untergrund.
  • Legen Sie feuerfeste Steine um die Feuerstelle.
  • Spießen Sie den Baumstamm mit dem unteren Ast in die Mitte der Brandstelle.
  • Stellen Sie ein oder zwei Eimer Wasser parat, um im Notfall das Feuer löschen zu können.
  • Entzünden Sie nun das oben herausragende Zeitungspapier bzw. den Grillanzünder.

Das Schwedenfeuer entfacht. Erst lodert die Flamme nur im oberen Bereich des Stammes, doch schon bald frisst sich die lodernde Glut langsam und gleichmäßig immer weiter nach unten in den Baumstamm, bis das gesamte Holz zu einer wunderschönen Fackel wird. Nach einigen Stunden bricht der Rest des fast vollständig verbrannten Schwedenfeuers auseinander, um dann zu verglimmen oder gelöscht zu werden.