Wurzelgemüse jetzt aussäen

radieschen-in-erde

Möchten Sie Gemüse selbst anbauen, darf Wurzelgemüse im Garten nicht fehlen. Diese Gemüsesorten sind schmackhaft, lassen sich lange lagern und sie können für viele Gerichte verwendet werden.

Das leckere Wurzelgemüse – die wichtigsten Sorten

Zu den beliebtesten Wurzelgemüse-Sorten gehören Karotten, Knollensellerie, Petersilienwurzeln, Pastinaken, Radieschen, Rettich und Rote Bete. Weniger häufig werden Sorten wie Schwarzwurzeln, Topinambur, Zuckerwurzeln und Haferwurzeln in privaten Gärten angebaut.

Gemüse-Aussaat in März und April

Für viele dieser Gemüsearten sind die Monate März und April perfekt, um auszusäen. Knollensellerie, Pastinaken und Radieschen werden im März am besten unter Glas zum Keimen gebracht und ab April ins Freiland umquartiert. Rote Bete kann zu diesem Zeitpunkt direkt im Freiland ausgesät werden. Schwarzwurzeln haben noch etwas Zeit und werden in April und Mai direkt ins Gemüsebeet gesät. Petersilienwurzeln, auch als Wurzelpetersilie bezeichnet, kann ebenfalls im April gesät werden.

Die Ernte der Wurzelgemüse-Arten

Die Erntezeit für Wurzelgemüse beginnt meist im Spätsommer. Eine Ausnahme ist die Rote Bete, die bei früher Aussaat und gutem Wetter zwischen April und Juni geerntet werden kann. Knollensellerie gehört zu den späten Gemüsesorten. Die Ernte erfolgt ab September und reicht bis in den Dezember hinein. Auch der Pastinak wird spät geerntet. Er versorgt Sie von Oktober bis Dezember mit frischem Wurzelgemüse aus dem Garten. Schwarzwurzeln gehören zu den wichtigsten Wintergemüse-Arten, da sie von Oktober bis Februar geerntet werden können. Eine relativ kurze Erntezeit hat die Wurzelpetersilie, die in Oktober und November erntereif ist. Radieschen sind von April bis in den Oktober zum Ernten bereit.

Vielseitige Vitaminlieferanten in Herbst und Winter

Früher gehörte Wurzelgemüse zu Grundnahrungsmitteln, die für die kalten Wintermonate eingelagert wurden. Rote Bete und Schwarzwurzeln lassen sich hervorragend einkochen, um lagerfähig zu werden, während Karotten, Knollensellerie und Wurzelgemüse wie Petersilienwurzel gut im Keller einzulagern sind. Damit die Wurzeln lange bis in den Winter hinein frisch bleiben, sollte die Ernte möglichst spät erfolgen. Nach dem Ernten werden die Wurzeln mit einer weichen Bürste abgebürstet und von Erdresten befreit. Das Gemüse darf aber nicht gewaschen werden, da es beim Lagern sonst matschig wird. Feine Wurzelstränge werden entfernt. Anschließend können Sie die Gemüsewurzeln in eine mit Sand gefüllte Holzkiste legen und mit Sand luftdicht abdecken. So aufbewahrt im kühlen und trockenen Keller hält sich das Gartengemüse lange und kann bei Bedarf verwendet werden. Bei einer Kellerlagerung von unter 2°C lässt sich die Haltbarkeit von etwa 3 Wochen auf bis zu 6 Monate anheben.

Leckeres Gemüse & schmackhafte Eintöpfe

Im Glas eingeweckte Schwarzwurzeln schmecken, zubereitet wie Spargel, im Winter phantastisch im Zusammenspiel mit einer Bechamel-Soße. Eingeweckte Rote Beete kann zu verschiedenen Gerichten als Salat dazugegeben werden. Karotten, Sellerie, Pastinaken und Petersilienwurzel verleihen als frisches Suppengemüse herzhaften Eintöpfen besonderes Aroma. Das Wurzelgemüse wird für Linseneintopf, Erbseneintopf oder Kartoffelsuppe verwendet und sorgt mit seinen intensiven Aromen für eine kräftige Geschmacksnote, die bei keinem Winter-Eintopf fehlen darf.

Bildquelle: https://www.gartenmagazin.net/spaete-radieschen/