Die gesunde und leckere Petersilie

Petroselinum-crispum-Smaragd

Petroselinum crispum hat viele Namen und gehört zweifelsfrei zu den wichtigsten und beliebtesten Küchenkräutern im europäischen Raum. Peterle, Peterling, Peterli – auch das sind Namen, mit denen Kräuterfans über Petersilie reden. Petersilie wächst mit krausen oder glatten Blättern in Garten, Blumenkasten oder im Topf auf der Küchenfensterbank und wann immer Peterle in einer Speise verarbeitet wird, bereichert Petergrün, wie man die zweijährige Pflanze ebenfalls nennt, mit frischem Aroma und vielen wertvollen Vitaminen.

Beschreibung Petersilie

Das grüne Küchenkraut gehört der Familie der Doldenblütler an und besitzt rübenartige Wurzeln. Es wird daher unterschieden in Blattpetersilie (Petroselinum crispum var. crispum) und Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum var. tuberosum). Das Kraut selbst wächst als kahle, häufig röhrige Stängel heran, von denen die Stängelblätter im oberen Bereich abzweigen. Die dunkelgrünen Petersilienblätter sind zwei- bis dreifach gefiedert, etwa 1 bis 2 cm lang, keilig bzw. oval geformt und entweder glatt oder unterschiedlich stark gekräuselt (fein, mittel, stark gekraust).

Das braucht die Petersilie zum Wachsen

Ideal ist der Boden, wenn er locker und durchlässig ist. Bevorzugt wächst Petersilie auf nährstoffreichem Lehmboden. Der Boden sollte einen hohen Kalkanteil haben, feucht sein und vor längerer Zeit gedüngt. Petersilie-Saatgut ist nur 2 Jahre keimfähig; die Samen werden in einer Saattiefe von 0,5 bis 1 cm entweder direkt im Kräuterbeet, im Frühbeet oder im Kräutertopf ausgebracht. Das Vorquellen im Wasser (24°C) begünstigt die Keimung. Nach zwei bis vier Wochen keimt die Petersilie. Da Peterle kaum frostempfindlich ist, kann bei Schutz durch Beettunnel die Ernte sogar bis in die Wintermonate erfolgen. Alle zwei Jahre sollte das Petersilien-Kraut an einem anderen Standort angesiedelt werden. Gurke, Rettich, Rosen, Tagetes, Knoblauch, Kohl, Zwiebel, Porree und einige andere Pflanzen sind ideale Nachbarn für den Anbau in Mischkultur. Nachbarn wie Zwiebel, Radies und Rettich helfen dem Gärtner dabei, Schädlinge von der Petersilie fernzuhalten. Allerdings mögen Hasen und Kaninchen Blattpetersilie und Wurzelpetersilie sehr gerne, daher müssen Sie Ihr Petersilienbeet schützen, wenn Wildtiere Zugang zu Ihrem Garten haben.

Peterle, das gesunde Heilkraut

Petersilie enthält wie alle Küchenkräuter einen hohen Anteil ätherischer Öle, weshalb Peterle besonders aromatisch schmeckt. Doch nicht nur im Geschmack begeistert das Küchenkraut, sondern auch der Vitamin C Gehalt macht das Peterle zu einer gesunden Kochzutat, die möglichst häufig frisch geerntet und zum Kochen verwendet werden sollte. 100 g frische Petersilie enthält mit 160 Milligramm fast soviel Vitamin C, wie Zitrusfrüchte. Außerdem wirkt das Aromakraut wassertreibend. Schon Paracelsus schrieb der Petersilie zahlreiche positive Wirkeigenschaften zu. Demnach soll sie steintreibend, gedächtnissteigernd, hautglättend sein, bei Verdauungs- und Darmbeschwerden helfen und den Geburtsvorgang beschleunigen. Doch dies sind nur einige der Wirkungen. Auch die Homöopathie schätzt Petersilie als wirksame Heilpflanze, die u. a. gegen Nachtblindheit und Tinnitus helfen soll.

So schmeckt Petersilie am besten

Peterle passt zu zahlreichen Lebensmitteln und Gerichten, gehört in Kräuterbutter hinein, verleiht Kartoffelgerichten würzige Raffinesse, schmeckt sehr lecker mit Ei und Eierspeisen, rundet Suppen und Eintöpfe ab, gibt Salatsoßen und Fleischsoßen ein tolles Aroma. Da getrocknete Petersilie eher nach Heu schmeckt, ist es besser, das frisch geerntete Kraut kurz zu waschen und in kleinen Portionen einzufrieren. Gefrorene Petersilie zerbricht sehr leicht und kann daher perfekt dosiert werden. In heißen Gerichten schmeckt glatte wie auch krause Blattpetersilie am besten, wenn sie erst kurz vor dem Servieren an das Gericht gegeben wird.

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