Nistkästen für den Garten

Nistkasten

Wie schwer es heimische Vogelarten haben, einen sicheren Nistplatz zu finden, können Sie gut daran erkennen, wenn Sie sich während dem Frühling etwas Zeit nehmen, um beispielsweise in einem Neubaugebiet oder in einem Wohngebiet Vögel zu beobachten. Unsere gefiederten Freunde greifen immer häufiger darauf zurück, an ungeeigneten und unnatürlichen Orten einen Nistplatz zu suchen. Vögel schaffen Nistmaterial unter Dachvorsprünge, hinter Reklameschilder, in defekte Straßenlaternen und ähnliche Orte. Häufig fehlt es an Bäumen und schützenden Hecken, an denen sie sicher ihre Nester bauen können. Möchten Sie heimische Vogelarten in Ihren Garten locken und die Tiere dabei unterstützen, sicher ihre Brut aufzuziehen, sind Nistkästen für den Garten eine tolle Idee.

So finden Sie den richtigen Standort für einen Nistkasten

Bereits beim Nestbau lauern Gefahren für die Vogeleltern. Während sie fleißig kleine Zweige und anderes Nistmaterial zusammentragen, um daraus ein Vogelnest für die Eier zu bauen, ist das Vogelpärchen schutzlos herumstreunenden Katzen ausgesetzt. Dies gilt insbesondere auch für die Zeit des Brütens. Die Vogelmutter bewacht das Nest und muss es unter Umständen sogar zeitweilig verlassen, um sich auf Futtersuche zu begeben. Bei einem ungünstigen Nistplatz sind die Vogeleier und ebenso die Jungvögel in Gefahr. Bei der Standort-Auswahl für Nistkästen ist es daher wichtig, darauf zu achten, dass Sie einen ruhigen Platz auswählen, der zudem für Katzen sowie weitere Nesträuber unerreichbar ist.

Ideal ist eine dichte und bedornte Hecke wie Berberitze, Eberesche oder Thuja. Jedoch ist es für uns Menschen äußerst schwierig, in einer dichten Heckenpflanze oder Dornenhecke einen Nistkasten für Vögel anzubringen. Daher bietet sich an, auf Nistkästen für den Garten zurückzugreifen, die entweder an einem ausladenden und stabilen Baumast oder an einer abseits gelegenen Hauswand befestigt werden können. Achten Sie bitte bei der Wahl des Standorts darauf, dass weder Katzen noch andere Nesträuber über eine Gartenbank, einen Fenstervorsprung, einen Holzstapel oder anders zu dem Nistkasten klettern können. Umso höher und schwerer erreichbar das Vogelhaus platziert wird, desto sicherer können die Vogeleltern ihren Nachwuchs aufziehen. Der NABU empfiehlt eine Höhe zwischen zwei bis drei Meter. Außerdem rät der NABU dazu, eine wettergeschützte Lage auszuwählen. Weder sollten Nistkästen für den Garten Richtung Westen (Wetterseite) ausgerichtet sein, noch sollten Plätze mit längerer prallen Sonne ausgewählt werden. Geeignet ist indes die Ausrichtung nach Osten bzw. Südosten.

Welche Nistkästen für den Garten eignen sich besonders gut?

Im Fachhandel sind viele geeignete Nistkästen erhältlich, die aus heimischen Holzarten wie Eichenholz, Robinienholz, Lärchenholz oder Fichtenholz gefertigt und in ihrer Bauform optimal auf die Sicherheit der Vogelfamilie ausgelegt sind. Damit das Innere eines Nistkastens gut belüftet und somit der Schimmelbildung vorgebeugt wird, sollte der Boden des Nistkastens mit ein paar Bohrungen versehen sein. Um das Eindringen von Feuchtigkeit zu reduzieren, kann ein Anstrich mit Leinöl oder Bio-Farbe erfolgen. Die Bodenfläche sollte wenigstens eine Grundfläche von 12 x 12 Zentimeter aufweisen. Ideal ist eine Bodenfläche, die etwas übersteht.

Wenn sich dann die Öffnung zum Einsteigen auch noch mindestens 17 Zentimeter oberhalb der Bodenplatte befindet, bieten Nistkästen für den Garten zusätzlichen Schutz – denn bei diesen Maßen haben Katzen sowie Marder und ähnliche Nesträuber kaum eine Chance, mit den Pfoten von unten in den Nistkasten zu greifen. Das Vogelhaus sollte zudem eine weit ausladende Überdachung aufweisen. Diese bietet Schutz vor Greifvögeln, die von oben eine erhebliche Gefahr für die Vogelmama und die Jungvögel darstellen.

Nistkästen für den Garten regelmäßig reinigen

Im Spätsommer oder notfalls Ende Februar vor Beginn der nächsten Brutsaison sollte ein Hausputz erfolgen, um Ungeziefer zu reduzieren. Die Reinigung des Nistkastens wird am besten draußen und mit Handschuhen erledigt, da beispielsweise Vögelflöhe auch auf Menschen und Haustiere übergehen. Nistkästen lassen sich schnell und unkompliziert reinigen. Entfernen Sie das alte Nistmaterial und bürsten Sie bei starker Verschmutzung das Vogelhäuschen aus. Eine Reinigung mit Chemikalien ist weder notwendig, noch sinnvoll.

(bildquelle: gartenmagazin.net)