Klee im Rasen – so werden Sie das Unkraut los

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Obwohl das vierblättrige Kleeblatt als Glücksbringer gilt, erfreuen sich Hobbygärtner nur selten daran, wenn sich Klee im Rasen breit macht. Gilt dieser doch als das häufigste Rasenunkraut. Es ist weniger die Optik der Kleeblätter, die als störend empfunden wird. Vielmehr ärgert dieses Unkraut, weil es einerseits Bienen und Hummeln auf die Rasenfläche lockt, sodass man kaum mehr barfuß den Rasen betreten kann. Andererseits verdrängt das flachwurzelnde Rasenunkraut lichtbedürftiges Gras – zumal der kleinwüchsige Klee kaum von den scharfen Blättern des Rasenmähers erfasst wird. Es kann sich also beinahe ungehindert ausbreiten, wenn nicht radikal gegen die Kleepflanzen vorgegangen wird. Doch wie wird man Klee im Rasen eigentlich los?

Warum wächst Klee im Rasen?

Die Pflanzengattung Klee (Trifolium) umfasst 245 Arten, von denen insbesondere Wiesen-Klee (Trifolium pratense) und Weiß-Klee (Trifolium repens) sich teppichartig im heimischen Garten ausbreiten. Klee ist optimal auf die Besiedelung von Rasenflächen angepasst und produziert durch Symbiose mit Knöllchenbakterien einen eigenen Stickstoffdünger, was seine extrem schnelle Verbreitung fördert. Sehr gute Wachstumschancen hat das verdrängende Unkraut hauptsächlich dann, wenn der Gartenboden der Rasenfläche Mangelerscheinungen aufweist. Die Zufuhr von Dünger kann maßgeblich dazu beitragen, das Wachstum von Klee wirksam zu verhindern. Allerdings sollte dabei ein phosphatfreier Rasendünger verwendet werden, denn Phosphat fördert das Wachstum von Klee. Indes ist eine Zugabe von Stickstoff gut, um den Rasen selbst zu stärken und dem Klee Einhalt zu gebieten.

Was hilft gegen Klee im Rasen?

Dort, wo sich das lästige Unkraut auf Grünflächen breit macht, hilft nur eine konsequente Unkrautbekämpfung. Von Mai bis September blüht Weiß-Klee. Die Kleeblüte wächst höher, als das das reine Grün des Klees. Daher empfiehlt es sich, in der Blütezeit des Klees regelmäßig den Rasen kurz zu mähen, um eine Verbreitung über die Klee-Samen einzudämmen. Zudem hilft Vertikutieren und eine anschließende Behandlung mit einem Unkrautvernichter. Vertikutieren ist ohnehin äußerst empfehlenswert, da diese Pflegemaßnahme das dichte Wachstum des Rasens fördert und somit bei der Bekämpfung von Klee zuträglich ist. Denn ebenso wie Rasen zählt auch Klee zu den lichtbedürftigen Pflanzen.

In dichtem Gras hat das Unkraut keine Chance. Daher ist die beste Vermeidung von Kleepflanzen, wenn Sie präventiv für einen dicht wachsenden Rasen sorgen. Auch das Übergießen von Klee mit kochendem Wasser trägt dazu bei, das Unkraut zum Absterben zu bringen. Nach dem Überbrühen sollten Kleepflanzen mit den Wurzeln (so gut es möglich ist) entfernt werden. Außerdem können Sie bereits umfangreich mit Klee besiedelte Bereiche ausstechen und aus dem Garten entfernen. Anschließend wird die ausgehobene Stelle mit Mutterboden aufgefüllt, um dann Gras auszusäen.

Achten Sie auf hochwertige Grassamen

Die beste Vorbeugung gegen Klee ist es, bei der Rasenaussaat auf eine hochwertige Samenmischung zu achten. billige Rasenmischungen (z. B. Berliner Tiergarten) enthalten hauptsächlich Samen schnell wachsender Grünpflanzen, zu denen auch Klee gehört. Bevorzugen Sie stattdessen Rasenmischungen für Zierrasen, die darauf gezüchtet wurden, eine dichte Grasnarbe zu bilden. Wenn Sie von Anfang an auf eine sorgfältige Rasenpflege achten, hat Klee kaum eine Chance, sich auf Ihrer gepflegten Rasenfläche breitzumachen.