Garten bewässern im Sommer

Gartenbewässerung

Rasen, Zierpflanzen, Kräuterbeete, Gemüsebeete und Obstgewächse brauchen regelmäßig Wasser. Da es in den Sommermonaten bei schönem Wetter nur wenig Niederschläge gibt und die Sonne die Feuchtigkeit in der Erde schnell verdunsten lässt, müssen Gärten im Sommer bewässert werden. Jede Pflanze hat ihre eigenen Ansprüche, wenn es um die richtige Gießmenge geht und darum stellt das Bewässern im Sommer oft eine Herausforderung dar. Insbesondere, wenn die Urlaubszeit naht und man sich nicht selbst um den eigenen Garten kümmern kann. Für die Gartenbewässerung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, von denen wir Ihnen einige vorstellen möchten.

Rasensprenger bewässert automatisch

Die Rasenbewässerung ist gerade in den Sommermonaten Juli bis September immens wichtig, da die Niederschlagsmenge kaum ausreicht, um den Rasen ordentlich mit Wasser zu versorgen. Das Gras hat sehr kurze Wurzeln, so dass der Grünteppich Wasser lediglich aus bis zu 15 Zentimeter Tiefe aus dem Erdreich aufnehmen kann. Gleichzeitig verdunstet der Rasen bei hohen Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit pro Quadratmeter im Mittel vier Liter Wasser am Tag, so dass Bewässern im Sommer unabdingbar ist. Rasen trocknet schnell aus, verbrennt bei falschem Wässern. Die Grünfläche sollte an heißen Tagen morgens und abends bewässert werden. Am besten gelingt dies mit einem Rasensprenger, der auf die Größe der Rasenfläche abgestimmt ist. Der Rasensprenger verteilt das Wasser über den gesamten Rasenteppich. Durch die langsame Wasserverteilung befeuchtet der Regner die Erde nachhaltig und sorgt dafür, dass das Wasser bis zu den unteren Graswurzeln durchdringt. Rasensprenger können mit einem Timer gesteuert werden, so dass der Rasen auch im Urlaub problemlos gewässert werden kann.

Kübelpflanzen und Topfpflanzen im Sommer bewässern

Nicht nur der Rasen, sondern auch Zierpflanzen brauchen im Sommer mehr Wasser. Tägliches Gießen kann je nach Pflanzenart erforderlich sein. Beim Gießen ist immer darauf zu achten, dass Blüten und Blätter möglichst nicht gegossen werden, sondern das Wasser idealerweise direkt auf die Erde, am besten in Wurzelnähe gebracht wird. Temperaturabhängig wird morgens und abends gegossen. Mit weniger Wasser kommen Topfpflanzen und Kübelpflanzen aus, wenn sie an einen schattigen Standort gebracht werden. Allerdings können eingetopfte Pflanzen nur dann einem Standortwechsel in den Schatten unterzogen werden, wenn die Pflanzenart dies unproblematisch verträgt. Im Schatten sinkt der Wasserbedarf der meisten Gewächse, so dass weniger oder evt. auch einige Tage gar nicht gegossen werden kann.

Plastikflaschen als Helfer beim Gießen

Fahren Sie in Urlaub, sind Plastikflaschen zuverlässige Helfer, wenn es um die Wasserversorgung Ihrer Pflanzen geht. Füllen Sie Flaschen aus Plastik mit Wasser, verschließen Sie diese mit Deckel und bohren Sie einige kleine Löcher in den Flaschenhals. Nun können Sie die Flaschen kopfüber in Wurzelnähe in die Blumenerde stecken. Das Wasser rinnt langsam aus den Löchern und sickert in die Erde, um die Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Pflanzen mit höherem Wasserbedarf werden mit mehreren Wasserflaschen bestückt.

Hecken, Gemüse und Obst mit Wasser versorgen

Ab einer gewissen Gartengröße oder einer Vielzahl an Gartenpflanzen ist die Bewässerungsmethode mit der durchlöcherten Plastikflasche nicht mehr zu bewerkstelligen. Dann lohnt sich die Anschaffung von einem Bewässerungsschlauch. Dabei handelt es sich um einen Gartenschlauch mit Löchern, welcher an den Wasseranschluss angeschlossen wird. Der Wasserhahn wird nur mäßig aufgedreht und so läuft das Wasser langsam aus den Löchern im Wasserschlauch hinaus und versickert dort, wo der Schlauch im Garten verlegt wurde.

Immer individuell den Garten im Sommer bewässern

Bedenken Sie, dass sich in Ihrem Garten unterschiedliche Pflanzen mit verschiedenen Bedürfnissen befinden. Durchaus kann es notwendig und sinnvoll sein, mehrere der vorgestellten Bewässerungsmethoden miteinander zu kombinieren, um alle Gartenpflanzen optimal zu wässern und darüber hinaus auch einen vertrauten Nachbarn oder Familienangehörigen zu bitten, ab und an in Garten und Haus nach dem Rechten zu schauen. Dies ist ohnehin sinnvoll, so kann z. B. die Bewässerung reduziert werden, wenn die Temperaturen sinken oder es häufiger regnet.