Blaukorn Dünger – was ist das und wofür wird er verwendet?

Gelbe Stelle im Rasen braucht richtigen Dünger

Neben Licht und Wasser benötigen Pflanzen wichtige Nährstoffe, um optimal zu wachsen. Ein Düngemittel, das häufig eingesetzt wird, ist der sogenannte Blaukorn Dünger. Dabei handelt es sich meist um kleine blaue Kügelchen. Erhältlich ist dieses Nährstoffkonzentrat auch als Flüssigdünger.

Was ist Blaukorn Dünger?

Zur Nährstoffversorgung von Pflanzen stehen zahlreiche verschiedene Düngemittel bereit. Unterschieden wird zwischen Einnährstoffdüngern und Mehrnährstoffdüngern, zu denen auch Blaukorn zählt. Während Einnährstoffdünger lediglich einen bestimmten Nährstoff enthalten, versorgen Mehrnährstoffdünger Pflanzen gleichzeitig mit mehreren elementaren Nährstoffen. Sie werden auch als Volldünger bezeichnet, weil sie alle wichtigen Nährstoffe enthalten, die Pflanzen für ein gutes Wachstum benötigen. Die drei wichtigen Kernnährelemente der Volldünger sind:

  • Stickstoff (N)
  • Phosphat (P)
  • Kalium (K)

Hauptsächlich diese drei Nährstoffe sind in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen in Mehrnährstoffdüngern enthalten, weshalb die Dünger auch als NPK-Dünger bezeichnet werden. Drei Düngersorten gehören aufgrund ihrer bestimmten Mischungsverhältnisse zum Standard – zur besseren optischen Unterscheidung sind die Dünger eingefärbt. Nachfolgende Angaben geben Aufschluss über die Mengenanteile, in denen Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K) in dieser Reihenfolge enthalten sind:

  • 13/13/21 (rot, Kaliumchlorid)
  • 15/15/15 (gelb, Kaliumchlorid)
  • 12/12/17 (blau, Kaliumsulfat)

Demnach enthält das blaue Düngerkorn 12 % Stickstoff, 12 % Phosphat sowie 17 % Kaliumsulfat. Der erste mineralische Mehrnährstoffdünger wurde im Jahr 1927 von BASF unter dem Handelsname Nitrophoska auf den Markt gebracht. Auch hier stehen die im Wesentlichen enthaltenen Nährstoffe mit ihren Anfangssilben (Nitro-, Phos- und Ka-) als Namensgeber Pate. Im Fachhandel erhältlich sind nicht nur die drei wichtigsten Nährstoffkomplexe. Es gibt weitere Nährstoffzusammensetzungen, die beispielsweise noch Magnesium und Schwefel enthalten können. Ein Beispiel ist Nitrophoska special, das in der Zusammensetzung 12+12+17+2+8 somit noch 2 % Magnesium und 8 % Schwefel enthält.

Warum wird mit Blaukorn gedüngt?

Durch die Düngung mit Blaukorn werden den Pflanzen elementare Nährstoffe zugesetzt. Der größte Vorteil des Düngers liegt darin, dass die wichtigsten Nährstoffe in optimaler Zusammensetzung mit einer Düngung verabreicht werden können. Dennoch sollte die Nährstoffgabe mit Blaukorn nicht wahllos erfolgen. Bei einer Überdüngung werden nicht benötigte Nährstoffe ins Grundwasser ausgewaschen, was eine vermeidbare Umweltbelastung darstellt. Außerdem kann es bei zu viel Düngergabe dazu kommen, dass die Salze die Pflanzen austrocknen lassen. Mineraldünger wie Blaukorn sollten daher immer sparsam und idealerweise nur entsprechend dem konkreten Bedarf eingesetzt werden.

Wann wird Blaukorndünger eingesetzt?

Der NPK-Dünger wirkt sehr schnell und ist daher insbesondere bei akutem Nährstoffmangel zur Versorgung mit Pflanzennährstoffen geeignet. Hauptsächlich kommt Blaukorn zur Düngung von Zwiebelblumen, mehrfach blühenden Staudenpflanzen und allen weiteren nährstoffbedürftigen Gartenpflanzen und Kübelpflanzen zum Einsatz. Ob das Düngen mit Blaukorn sinnvoll und notwendig ist, lässt sich durch eine Bodenanalyse abklären. Für die meisten Gartenpflanzen genügen jedoch organische Dünger (z. B. Kompost, Hornspäne). Organische Dünger wirken zwar nicht so schnell, allerdings ist die Gefahr des Überdüngens deutlich geringer.